Im Aufwind
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Tagesausflug in den Hangwind

Samstag, 12.10.2019 – 10:00. Ein letzter Blick in den Wetterbericht. „Wind aus Süden, 30 km/h.“ Das bedeutet: HANGWIND!

Treffen um 11:00 auf dem Flugplatz Bielefeld. Erfahrene und weniger erfahrene Piloten bereiten sich auf den Abflug vor. Dazu gehört unter anderem, das Flugzeug vom Typ Duo Discus zu checken und den Flug zu planen. Heute geht es nach Norden: das Wiehengebirge ist unser Ziel.

11:30, das Segelflugzeug hebt hinter unserem Schleppflugzeug ab. Nur wenige Minuten später ist die Strecke überwunden und wir klinken aus. Von nun an sind wir auf uns gestellt, doch der zuverlässige Hangwind am Kaiser-Wilhelm-Denkmal spendet uns schon bald Auftrieb.

12:30, nachdem wir – Thermikflieger – uns an den Hangaufwind gewöhnt haben, vergrößert sich unser Flugradius. Es geht von Lübbecke bis an den Süntel und das mit einer Geschwindigkeit von mehr als 150 km/h bei Höhen zwischen 150 und 200 Meter über Grund. Das Gefühl? Überwältigend!

Ein traumhaftes Gefühl, am Kaiser Wilhelm und der Wittekindsburg vorbeizufliegen – alles scheint zum Greifen nahe. Bei einer solchen Kulisse muss man das Fliegen einfach lieben!

Adrian Dietrich, Flugschüler

14:00 Porta Westfalica, die erste Crew hat das Flugzeug auf dem Flugplatz Porta gelandet. Nun folgt ein Besatzungswechsel, denn jeder soll heute die Chance haben, diese besondere Wetterlage auszunutzen.

17:00, nun ist es Zeit für den Rückflug. Der Duo Discus muss nach Bielefeld zurück. Im Flugzeug-Schlepp geht es mit versammelter Mannschaft in Richtung Süden und schon bald ist das Flugzeug geputzt und in der Halle verstaut.

19:00 Bielefeld, als Abschluss für einen solch gelungenen Flugtag darf die anschließende Gesprächsrunde im Clubheim nicht fehlen. Bei Kaltgetränken und Bratwurst werden die Tageserlebnisse ausgetauscht.

Um euch das Prinzip des Hangwindes näher zu bringen, haben wir während unseres Fluges einige Videoaufnahmen gemacht!

Die Technik dahinter

Da sich Segelflieger insbesondere im Winter nicht auf thermische Aufwinde verlassen können, wird eine andere Art des Auftriebs genutzt: Der Hangwind.

Sobald ein frischer Wind auf einen steilen Berghang trifft, wird dieser im Luv nach oben abgelenkt. Diesen aufwärts gerichteten Luftstrom fliegt ein Segelflugzeug an. Dabei ist permanentes Steigen entlang des gesamten Hangs zu erwarten. Auf der Lee-Seite des Hangs ist die Luft turbulent und sinkt. Diesen Bereich versuchen wir natürlich zu meiden 😉

Urlaub mal anders

Jedes Jahr im Sommer erkunden wir die schönsten Ecken Deutschlands aus der Luft. So führte uns unser Ferienlager dieses Jahr nach Leibertingen, direkt im Herzen des Naturparks Obere Donau.

Zwei Wochen fliegen, campen, die Natur bewundern und einfach mal einen schönen Abend miteinander verbringen. Klingt nach Urlaub? – Na klar!

Aber entspannt wurde nicht viel: In der Zeit vom 11. bis 25. August haben die Teilnehmer rund 115 Starts, davon einige Überlandflüge, in denen viele hunderte Kilometer zurück gelegt wurden und unzählige Schulungsflüge unternommen.

Viele Erfolge

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass sich diese Veranstaltung besonders für Flugschüler lohnt. Der Lernfortschritt ist sehr hoch, wenn jeden Tag 2-3 längere Flüge absolviert werden. So auch dieses Jahr: Lasse beendet den ersten Ausbildungsabschnitt mit seinen ersten Alleinflügen. Herzlichen Glückwunsch!

Abschluss mit Oldtimer

Die zwei Wochen konnten wir ganz besonders abschließen. Am letzten Tag stand eine SG-38 für alle Scheininhaber bzw. Flugschüler mit entsprechender Erfahrung zum Fliegen bereit.

Eine ganz neue Erfahrung ohne Haube und Cockpit.

Mit tollen Erlebnissen und ganz viel Fliegerei, verging die Zeit wie im Fluge 😉 Aber wie jedes Jahr gilt zum Glück: Nach dem Ferienlager ist vor dem Ferienlager.

Besuch auf dem Flugplatz!

Unsere Berichterstattung hängt zwar ein paar Wochen hinterher, aber das hier wollten wir euch nicht vorenthalten:

Anfang Juli konnten wir im Rahmen des Social Day der Deutschen Bank Bielefeld einige Kinder und Jugendliche vom Kinderhospiz Bethel, deren Geschwister, Eltern und Hospizmitarbeiter zum Geschwisternachmittag auf dem Flugplatz begrüßen.

Und was macht man hier? Na, fliegen natürlich!

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Nachtrag zur Jahresabnahme

Ein kleiner Nachtrag zu unserem letzten Artikel:

Kurz nach der Abnahme unserer Segelflugzeuge, bei der auch Peters Grunau Baby dabei war, bekamen wir von ihm eine Nachricht auf WhatsApp.

Und was wir darin fanden, hat uns sehr gefreut: er hat ein kleines Video aus den Fotos zusammengeschnitten, die er am Abnahmetag gemacht hat.

Wir sind total begeistert und freuen uns deshalb riesig, dass er uns erlaubt hat, das Video hier mit euch zu teilen:

Danke, Peter, für das tolle Video und bis bald auf dem Flugplatz! Wir freuen uns!